Tuesday, September 13, 2011

Simsalaseo, du tapferer Held

Hi, ich bin Pacific Elvi - zumindest nennen meine Freunde mich so. Ich möchte Unterstützung leisten für einen tapferen Simsalaseo, der unerbittlich für die Erfolge seiner Kunden kämpft.

Die Geschichte des tapferen Simsalaseo begann im Jahre 1980. Bereits im Mutterleib hatte sich der kleine Simsalaseo vorgenommen irgendwann die Welt zu verbessern und als er geboren war, sah man an der Größe seines Schädels, dass Pläne und Linkstrukturen fortan sein Leben bestimmen sollten.
Bereits im Kindergarten spielte der kleine Simsalaseo lieber mit dem OVI als mit Bauklötzen und erklamm im Freien lieber die Top10 als das Klettergerüst. Er war anders und das merkten auch seine Erzieher, die es nie zuvor mit einem echten Simsalaseo zu tun gehabt hatten. Sein Verhalten wurde gewiss manchmal als rabiat eingestuft, da der Simsalaseo die Spaghetti mit Vorliebe zum Gestalten von Graphen verwendete und die Tomatensauße sich über den verwunderten Kinderaugen an der Wand verteilte. Schon bald bekam der Simsalaseo seine Extrawürste. Da seine Mutter das Talent ihres Sohnes erkannt hatte, widersetzte sie sich allen Bemühungen der Pädagogen, den Simsalaseo zu einem Kinderpsychologen zu schicken.

Nach einer relativ chaotischen Kindergartenzeit wurde der Simsalaseo schließlich eingeschult...

Bereits am ersten Schultag weigerte sich der kleine, inzwischen 6-jährige Simsalaseo eine Klassenkamaradin an die Hand zu nehmen, was später als "Soziale Kompetenz: befriedigend" im ersten Zeugnis auftauchen sollte. Ja, er war ein Einzelgänger, der sich in den Pausen keinen Gruppen anschloss, sondern lieber sein Butterbrot auf dem Schulhof verteilte und mit Stöckchen für andere unverständliche Verknüpfungen zwischen den Weißbrot- und Wurstteilen legte. Seine ersten Zeugnisse waren allesamt mittelmäßig, aber er schaffte es dennoch für ein Gymnasium vorgeschlagen zu werden. Im Elterngespräch begründete die Klassenlehrerin dies mit ungeahnten, versteckten Talenten, die sich leider noch viel zu selten zeigten.

In der Pubertät machte der Simsalaseo eine schwere Phase durch - schwer insbesondere für seine Eltern. So weigerte er sich über ein halbes Jahr einen schwarzen Hut abzunehmen, den er in den Büschen hinter dem Schulgelände gefunden hatte. Erst als er merkte, dass sein Denkvermögen unter der permanenten Kopfbedeckung litt, legte er den Hut ab, schnitt sich die zerzausten Haare und war kaum wieder zu erkennen. Zum Geburtstag schenkten ihm seine Eltern eine stylische weiße Mütze, die sich seinem immernoch immens großen Kopf prima anpasste, ja ihn sogar etwas schmaler aussehen ließ. Der Simsalaseo liebte fortan diese Mütze und er legte sie auch nicht ab, als sie durch das Waschen langsam grau wurde.

Der Simsalaseo blieb eine soziale Niete und machte lieber sein eigenes Ding. Immerhin hatte er gelernt mit Menschen zu kommunizieren und 2 "Freunde" aus seiner Klasse gefunden. Es erscheint kaum verwunderlich, dass Simsalabea und Simsalabasti auch eher zu den Außenseitern gehörten und sich eher zum Schutz vor dem Gespött der Mitschüler zusammenschlossen.

Der Simsalaseo war inzwischen ein guter Schüler geworden. Er fühlte sich in vielen Fächern gefordert und konnte mit guten Leistungen in Mathe und Englisch glänzen. Problematisch aber nicht kritisch war sein Lerneifer in solchen Unterrichtsfächern wie Geschichte, wo er für seine Pläne keinen Mehrwert erkennen konnte.

Er schaffte sein Abitur, sogar gut und wurde anschließend von seinen Eltern genötigt im Zivildienst seine soziele Kompetenz aufzubessern. Dies gelang eher schlecht als recht. Der Simsalaseo wollte etwas anderes.

Er machte eine Ausbildung zum Marketingkaufmann, ohne sich jedoch dabei vor die Tür begeben zu müssen.

Einige Jahre später ist aus dem Simsalaseo ein attraktiver, intelligenter junger mann geworden, der zwar immernoch seinen eigenen Weg geht, der die Bedeutung sozialer Kontakte aber nun versteht und gelegentlich wahrnimmt. Bravo, lieber Simsalaseo.